Kollektivvertrag metallverarbeitendes gewerbe 2018

In Bezug auf die Bedingungen der Vereinbarung hob Huber die neuen Bedingungen für Leiharbeitnehmer in metallverarbeitenden Betrieben hervor und sagte, dass der Kompromiss den Arbeitsteilungen in den Betrieben entgegengewirkt habe, während gleichzeitig die Tarifverträge der IG Metall flexible Lösungen für eine „flüchtige Wirtschaft“ lieferten. Confindustria seinerseits hielt „die Vereinbarung als belastend, aber akzeptabel wegen ihrer Aufmerksamkeit für die Sicherheit am Arbeitsplatz, Lohnfragen und bestimmte Aspekte der organisatorischen Flexibilität“, wie es in einer Erklärung heißt, die nach der Veröffentlichung des Abkommensentwurfs veröffentlicht wurde. Dennoch übten die Arbeitgeber scharfe Kritik an den Gewerkschaften, deren „sturer und konservativer Haltung die Einführung bedeutender Innovationen verhindert hat“. Nach wochenlangen erbitterten Kämpfen ist endlich ein Tarifvertrag für die deutsche Metall- und Elektroindustrie zustande gekommen. Die Arbeitnehmer konnten höhere Löhne und flexiblere Arbeitszeiten sichern. Die Vereinbarung sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 300 EUR vor, einschließlich der Zulage für die Lücke zwischen dem Auslaufen des vorherigen Tarifvertrags und dem Verlängerungsdatum des letzten Vertrags im März 2008. Die Erhöhung der Tarif-Minima oder des Grundlohns wird auf einer 30-monatigen Vertragslaufzeit berechnet – sechs Monate mehr als im Dreiervertrag vom 23. Juli 1993 vorgesehen. Die Erhöhung entspricht einer Lohnerhöhung von 7,24 % oder einer durchschnittlichen Erhöhung des Bruttolohns von 127 €, die in drei Raten gezahlt wird: 60 € im Januar 2008, 37 € im Januar 2009 und 30 € im September 2009. Für einen Arbeitnehmer der dritten Ebene, der normalerweise am Fließband arbeitet, entspricht die Lohnerhöhung von durchschnittlich 127 Euro einer Lohnerhöhung von 110 Euro. Um eine höhere Lohnerhöhung als die von der Verhandlungsplattform Fiom, Fim und Uilm vorgesehene Lohnerhöhung zu ermöglichen, wurde die Vertragslaufzeit, für die die Erhöhung berechnet wird, verlängert.

Im Januar 2008 unterzeichneten die Sozialpartner der Metallindustrie nach siebenmonatigen Verhandlungen den Vertragsentwurf zur Erneuerung des nationalen branchenweiten Tarifvertrags. Zu den neuen und innovativen Bestimmungen gehören die Verlängerung der Laufzeit des Abkommens um sechs Monate, eine Erhöhung des Bruttolohns um 127 EUR und die Ausgleichsregelung für Arbeitnehmer von Arbeitern und Angestellten sowohl in Bezug auf die Entlohnung als auch auf normative Aspekte des Abkommens. Am 19. Mai 2012 haben der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, Südwestmetall und die IG Metall in ihren jüngsten Verhandlungen einen Kompromiss erzielt. Die getroffene Vereinbarung dient auch als Pilotprojekt für andere Gebiete des Landes, wobei Bayern, Nordrhein-Westfalen und andere Regionen ihre Bedingungen übernehmen. In den fünf Verhandlungsrunden organisierte die IG Metall Warnstreiks mit rund 800.000 Beschäftigten. Insgesamt betreffen die neuen Vereinbarungen rund 3,3 Millionen Beschäftigte in der Branche. Die neuen Regeln gelten für Auszubildende, die ihre Ausbildung nach dem 31. Dezember 2012 beenden.