Holzhaus Musterhaus sachsen

In Gebieten, in denen Holz knapp war, z.B. auf vielen Nordinseln, hatten einige Gebäude Stein- oder Rasenmauern. In Island ist bekannt, dass ganze Gebäude, einschließlich des Daches, aus Rasen waren. Einige der späteren sächsischen Königlichen Herrenschlösser wurden möglicherweise aus Stein gebaut, vielleicht sogar mit Glasfenstern, die wahrscheinlich von kontinentalen Steinpalästen beeinflusst wurden. Dächer wurden in der Regel strohgedeckt, obwohl rasenundscheine und Holzschindeln auch verwendet worden sein können. Innerhalb Norddeutschlands hat das niederdeutsche Haus zahlreiche regionale Variationen, wie die in den Vierlande und Sümpfen bei Hamburg und im Alten Land bei Stade. Auf diesen war der Giebel, der zur Straße hin zugewandt war, steil aufgezerstäubt, aus farbigem Mauerwerk gefertigt und projiziert oft. Darüber hinaus wurden die Fassaden mit neoklassizistischen und Renaissance-Designs der Gründerzeit, die bis etwa 1871 dauerte, dekoriert. Giebeldesign und Dekorationen gehen auf die Gegend von Hamburg zurück.

Eine weitere besonders eindrucksvolle regionale Variante ist das niederdeutsche Haus im Artland bei Osnabrück. Diese Holzbauten beider Völker, wenn sie richtig gebaut und gepflegt werden, könnten Hunderte von Jahren bestehen. Zum Beispiel gibt es eine Reihe von skandinavischen Holzkirchen, die im frühen Mittelalter gebaut wurden und noch heute stehen. Angelsächsische Häuser waren Hütten aus Holz mit Strohdächern. Das plattdeutsche Haus ist immer noch in großer Zahl auf dem Land zu finden. Die meisten der bestehenden Gebäude haben sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte verändert, da Änderungen durchgeführt wurden. Die in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen Bauernhäuser finden sich vor allem in Freilichtmuseen wie dem Detmold_Open-air_Museum (Westfälisches Freilichtmuseum Detmold) in Detmold und im Museumsdorf Cloppenburg. Letzterer hat es sich zur Aufgabe gemacht, ländliche historische Gebäude in Niedersachsen aufzudecken und die wichtigsten Beispiele genau zu dokumentieren. Für das Land Schleswig-Holstein ist das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum in Kiel-Molfsee mit seiner großen Sammlung von Fachhallenhäusern und dergleichen das wichtigste.

Einige dieser Gebäude befinden sich auch im Freilichtmuseum Kiekeberg und im Volksdorf Volksdorf in Hamburg; Beispiele aus dem östlichen Teil des Hallenhauses sind im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß ausgestellt. Wir wissen, wie jemand sich daran gemacht hat, ein Haus nach einer Beschreibung von König Alfred zu bauen: Das niederdeutsche Haus ist im Bau dem neolithischen Langhaus ähnlich, obwohl es keine Hinweise auf eine direkte Verbindung gibt. Das Langhaus tauchte erstmals während der Zeit der Linearen Töpferkultur vor etwa 7.000 Jahren auf und wurde im Zuge archäologischer Ausgrabungen in sehr unterschiedlichen Regionen Europas entdeckt, darunter der Ville-Kamm westlich von Köln. Das Langhaus unterschied sich von späteren Haustypen dadurch, dass es eine zentrale Pfostenreihe unter dem Dachkamm hatte. Es war also nicht drei-, sondern vier-aisled. Zunächst wurden die Rinder über Nacht in Hürden oder Stiften draußen gehalten. Mit dem Übergang der Landwirtschaft zu Dauerfeldern wurden die Rinder in das Haus gebracht, das dann zum sogenannten Wohnstallhaus oder Byre-Dwelling wurde. Ende des 20. Jahrhunderts wurden alte Fachwerkhäuser, darunter auch das niederdeutsche Haus, als immer wertvoller angesehen.